Hermine Mandl Weblog


Anekdote über Sokrates und einen Soldaten
November 28, 2010, 11:33 pm
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Sokrates (469-399 v. Chr.) stand gerade unter seiner Haustür, als ein Mann auf ihn zugerannt kam, der von einem Soldaten gejagt wurde. Obwohl der Verfolger mehrmals „Halte ihn auf!“ rief, rührte sich der griechische Philosoph, der später wegen angeblicher Gottlosigkeit und Verführung der Jugend zum Tode verurteilt wurde und den Giftbecher trinken musste, nicht von der Stelle. Der Flüchtling entkam. Der Soldat kehrte zu Sokrates zurück und machte ihm heftige Vorwürfe: „Warum hast du den Mörder nicht aufgehalten?“
„Ein Mörder? Was verstehst du darunter?“
„So eine Frage! Ein Mörder ist ein Mann, der tötet.“
„Also ein Metzger?“
„Unsinn! Ich meine einen Menschen, der einen anderen Menschen im tiefsten Frieden umbringt.“
„Ich verstehe … du meinst einen Henker.“
„Donnerwetter noch einmal, versteh mich doch recht! Der einen anderen in seinem Haus tötet.“
„Warum hast du das nicht gleich gesagt! Jetzt merke ich endlich, dass du von einem Arzt sprichst!“

Quelle:
Georg von Turnitz (Hg.): Die Welt der Andekdote. Neuer Kaiser Verlag GmbH, Klagenfurt, S. 11.



25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Am 25. November wird jährlich der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ (engl. International Day for the Elimination of Violence against Women) begangen.

1999 deklarierten die Vereinten Nationen den 25. November als offiziellen jährlichen Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung jeder Form von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen. Auslöser war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung der Schwestern Mirabel und deren Ermordung am 25. November 1960. Diese wurden in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet, weil sie sich gegen den damaligen Diktator Rafael Trujillo zur Wehr gesetzt hatten. Die drei Frauen avancierten zum Symbol für Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika.

Aber bereits seit dem Jahr 1981 greifen verschiedene Menschenrechtsorganisationen an diesem Tag das Thema Gewalt an Frauen gezielt auf und fordern die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen sowie eine allgemeine Stärkung von Frauenrechten. In Form von Veranstaltungen werden Themen wie Zwangsprostitution, Sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, Häusliche Gewalt, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche Armut, Femizid etc. thematisiert. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern einsetzen; etwa im Bereich Erbrecht, Bildung, Privateigentum, aktives und passives Wahlrecht, Kreditwürdigkeit, Rechtsfähigkeit und das Sichtbarmachen von unbezahlter Arbeitsleistung.

Quellen:
Bundeszentrale für politische Bildung, 25.11.2010
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen auf Wikipedia, 25.11.2010