Hermine Mandl Weblog


Wie können Eltern die Schulfähigkeit ihres Kindes fördern?

Ob ein Mensch auch im späteren Leben noch gerne lernt und sich etwas zutraut, wird sehr früh entschieden – meist sogar bereits vor seinem Eintritt in die Schule. Eine große Verantwortung liegt in diesem Zusammenhang bei den Eltern bzw. den Bezugspersonen eines Kindes, denn ihr Umgang mit dem Kind (von Geburt an!) prägt dessen Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Neugier.

Der Schuleintritt ist sicherlich für jedes Kind eine aufregende Erfahrung: es muss die Sicherheit der Familie verlassen, sich in eine neue Gruppen einfügen, ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen, muss Leistungen erbringen, für die es benotet wird etc. etc. Vergleichbare Herausforderungen zu meistern fällt auch den meisten Erwachsenen schwer – verständlicherweise ist das also erst recht keine leichte Aufgabe für ein Kind… 

Die Psychologin Dr. Eva Wiedermann setzte sich damit auseinander, wie Kindern ein möglichst guter Start in deren Schullaufbahn ermöglicht werden kann; in einer Elterninformation der MAG Elf (Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien) hält sie wertvolle Tipps zur Frage „Wie können Eltern die Schulfähigkeit ihres Kindes fördern?“ fest: 

Regelmäßigkeit: Bereits vor dem Schuleintritt sollte das Kind lernen, sich an einen regelmäßigen Tagesablauf zu gewöhnen, damit es später weiß, dass es zu seinen Aufgaben zählt, rechtzeitig zur Schule zu kommen: In diesem Zusammenhang muss es auch lernen, gelegentliche Unlustgefühle oder Müdigkeit zu überwinden und trotzdem an seiner Alltagsroutine festzuhalten.

Das Selbstvertrauen des Kindes in seine Fähigkeiten stärken: Indem Eltern ihr Kind beim Malen, Basteln oder anderen Tätigkeiten ermuntern, lernt das Kind, ein eigenes Selbstbewusstsein zu entwickeln – dieses ist notwendig, um mit Freude zu lernen. Es ist wichtig, dass das Kind sich von seinen Eltern anerkannt und ernst genommen fühlt und kann in der Folge bereits die Verantwortung für kleinere Aufgaben übernehmen.

Partnerschaftliches Verhalten dem Kind gegenüber: Ein partnerschaftliches Verhalten der Eltern dem Kind gegenüber in Gesprächen, bei kleineren Entscheidungen usw. steigert das Selbstbewusstsein des Kindes und seine sozialen Fähigkeiten; zusätzlich wird es angeregt, nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen.

Mit dem Kind die Welt entdecken: Eltern können die Wissbegier ihres Kindes unterstützen, wenn sie auf dessen Fragen kindgerecht antworten. Durch gemeinsame Unternehmungen bekommt das Kind die Möglichkeit, viele Beobachtungen zu machen und Fragen zu stellen. So lernt es auf der einen Seite neue Begriffe kennen und auf der anderen Seite, zu differenzieren, Sinnzusammenhänge zu erkennen und aktuelle Erfahrungen auf andere Situationen zu übertragen.

Dem Kind helfen, Kontakt zu anderen zu knüpfen: Im Spiel mit anderen Kindern lernt das Kind, sich einerseits zu behaupten und andererseits auch Rücksicht zu nehmen und zu teilen.

Entwicklungsentsprechende Förderung: Kinder müssen lernen, sich realistisch einzuschätzen um weder einer Über- noch Unterschätzung zu unterliegen. Das bedeutet aber, dass auch die Eltern die Möglichkeiten ihres Kindes realistisch einschätzen und ihre Erwartungen diesen Möglichkeiten anpassen.

Unterstützung bei der Entwicklung der Arbeitshaltung: Die Entwicklung von Konzentration, Ausdauer und Aufmerksamkeit ist zwar einerseits organisch bedingt (das Gehirn muss einen bestimmten Ausreifungsgrad erreichen), kann aber durch die Umwelt zusätzlich gefördert werden: durch die Bereitstellung des richtigen Spielmaterials und durch emotionale Zuwendung.  

Einstellen auf die Schule: Es kann sinnvoll sein, rechtzeitig die Schule auszuwählen, die Ihr Kind später besuchen soll: Dadurch können Sie langsam mit dem Kind den zukünftigen Schulweg auszuprobieren, die Umgebung der Schule anschauen und Schulkinder beobachten. Wecken Sie die Neugier auf die Schule und die Lehrkräfte und vermeiden Sie es, Ihr Kind mit Bemerkungen wie über den ,,Ernst des Lebens, der in der Schule beginne“ unnötig zu ängstigen.

Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Punkten finden Sie unter: Elterninformation der MAG Elf

Advertisements


Zen-Geschichte: Zwei Mönche und das Mädchen
Januar 29, 2008, 10:46 am
Filed under: Anekdoten, Metaphern, Gedichte, mehr., Uncategorized | Schlagwörter: , , , ,

Zwei Mönche waren spät am Abend auf dem Heimweg ins Kloster. Am Flussufer trafen sie ein hübsches junges Mädchen, welches verzweifelt nach einem Weg über den Strom suchte. Ohne zu fackeln nahm der eine Mönch sie in die Arme und trug sie über die Furt.

Das gab seinem Gefährten zu denken. Die ganze Zeit grübelte er über das Benehmen seines Freundes nach, bis er sich schließlich an ihn wandte und sagte: „Du weißt doch, dass die Mönchsregeln uns streng verbieten, auch nur in der Nähe einer Frau zu verweilen, besonders wenn sie noch jung und hübsch ist. Wie konntest du nur dieses Mädchen so einfach in die Arme nehmen und damit gegen unsere Regeln verstoßen?“

Erstaunt drehte der andere sich um und sagte: „Ich habe sie am Fluss zurückgelassen. Trägst du sie denn immer noch?“

(gefunden bei Nayana)



Anekdote über Sokrates: Drei Siebe.
Januar 29, 2008, 10:37 am
Filed under: Anekdoten, Metaphern, Gedichte, mehr., Uncategorized | Schlagwörter: , , , ,

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.
„He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen.“
„Moment mal“, unterbrach ihn der Weise, „hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?“
„Drei Siebe?“ fragte der andere voller Verwunderung.
„Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?“
„Nein, ich hörte es irgendwo und . . .“
„So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist – so doch wenigstens gut?“
Zögernd sagte der andere: „Nein, das nicht, im Gegenteil . . .“
„Aha!“ unterbrach Sokrates, „so lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?“
„Notwendig nun gerade nicht . . .“
„Also“, lächelte der Weise, „wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!“



Anekdote: Sokrates und der Erfolg
Januar 29, 2008, 10:32 am
Filed under: Anekdoten, Metaphern, Gedichte, mehr., Uncategorized | Schlagwörter: , , , , ,

Der Philosoph Sokrates war für seine Weisheit bekannt und wurde aus diesem Grund immer wieder von Ratsuchenden konsultiert. Eines Tages war ein junger Mann unter ihnen, der Sokrates folgende Frage stellte: „Was ist das Geheimnis für Erfolg im Leben?“ Sokrates antwortete: „Komm morgen Früh zum Fluß.“ So geschah es.

Am nächsten Morgen standen die beiden Männer am Ufer und Sokrates sagte: „Jetzt gehen wir in den Fluss.“ Der junge Mann folgte Sokrates bereitwillig. Als beide bis zum Hals im Wasser standen, packte Sokrates den jungen Mann ganz plötzlich und drückte dessen Kopf unter Wasser. Der arme Kerl wehrte sich verzweifelt, aber Sokrates ließ ihn nicht los. Lange, lange nicht.

Als er endlich seinen Griff lockerte, prustete und hechelte der junge Mann völlig außer sich. Sokrates fragte: „Als du dort unten im Wasser warst: was wolltest du am meisten?“ „Luft natürlich!“ rief der junge Mann. „Siehst, du“, sagte Sokrates, „das ist das Geheimnis des Erfolgs: Wenn Du Erfolg so sehr willst, wie du unter Wasser Luft wolltest, dann wirst du auch Erfolg haben.“

(gefunden bei Michael Krüger)



Gedicht von Paulo Coehlo: Danksagung
Januar 29, 2008, 10:15 am
Filed under: Anekdoten, Metaphern, Gedichte, mehr., Uncategorized | Schlagwörter: , ,

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben.
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben.
Sie haben mich erwachsen werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben.
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem aber danke ich all denen,
die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

(Paulo Coelho)

gefunden bei Michael Krüger.



Alte irische Segenswünsche: Nimm dir Zeit
Januar 27, 2008, 4:16 pm
Filed under: Anekdoten, Metaphern, Gedichte, mehr., Uncategorized | Schlagwörter: ,

Nimm dir Zeit zu arbeiten –
das ist der Preis des Erfolgs.

Nimm dir Zeit zu denken –
das ist die Quelle der Macht.

Nimm dir Zeit zu spielen –
das ist das Geheimnis der ewigen Jugend.

Nimm dir Zeit zu lesen –
das ist die Grundlage der Weisheit.

Nimm dir Zeit, freundlich zu sein –
das ist der Weg zum Glück.

Nimm dir Zeit zu träumen –
sie bewegt dein Gefährt zu einem Stern.

Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden –
das ist das Vorrecht der Götter.

Nimm dir Zeit, dich umzusehen –
der Tag ist zu kurz, selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zu lachen –
das ist die Musik der Seele.

(Alte irische Segenswünsche)



Charisma hoch 3: Über die Ausstrahlung scheiden sich die Geister. Und auch wieder nicht.

Es gibt Menschen, die deren Wirkung vergleichbar ist mit jener des Lichts auf Motten: Sie ziehen an, faszinieren, begeistern… Irgendwie sind sie nicht nur ständig von Menschen umgeben, sondern auch von dem gewissen Etwas bzw. von einer magischen Aura. „Das ist eine charismatische Persönlichkeit!“ heißt es anerkennend.

Ein Freund, der Bill Clinton einmal für eine amerikanische Kleinstadt begrüßte, erzählte mir bei einem späteren Abendessen, dass „Clinton einem das Gefühl geben könne, man sei in diesem Moment für ihn der einzig wichtige Mensch auf Erden – auch wenn Tausende andere rundherum sind. Sein Blick war so intensiv. Dieser Mann hat einfach Charisma!“

Charisma 1: ein stabiles und intensives Selbstwertgefühl ausstrahlen

Im Griechischen bedeutete das Wort „charisma“ soviel wie „Gnadengabe“ – eine aus Wohlwollen (von Gott) gespendete Gabe. Die heutige Bedeutung von Charisma hat sich jedoch verändert, die Psychologin und Autorin Monika Matschnig erklärt sie wie folgt: „Heute verbindet man den Begriff mit einer Offenheit, die manche Menschen ausstrahlen – mit ihrer Körpersprache ebenso wie mit ihrem Verhalten.“ Sie meint weiter, dass man Charisma weder wie ein neues Kostüm erwerben, noch dass man es erlernen kann wie eine Schauspielerrolle. „Es kommt von innen heraus und muss sich selbst entfalten“, so Matschnig und erwähnt auch eine britische Studie, laut welcher ein stabiles und intensives Selbstwertgefühl für die besondere Ausstrahlung eines Menschen verantwortlich ist.  

Charisma 2: emotional, ansteckend und resistent

Auch der Psychologie-Professor Richard Wiseman, Professor an der Universität Hertfordshire, beforschte charismatische Personen und fand heraus, dass diese über folgende drei Eigenschafen verfügen:

  • Sie empfinden Emotionen sehr stark.
  • Sie sind in der Lage, auch andere Menschen derart starke Gefühle erleben zu lassen.
  • Sie sind resistent gegenüber Einflüssen anderer charismatischer Menschen.
  • Charisma 3: ein Wunschbild von mir, aber anders als ich

    Die Rhetorikerin und Buchautorin Gloria Beck widerspricht jedoch v.a. dem ersten Punkt Wisemans und meint, dass charismatische Personen nicht selbst stark empfinden müssen, es reiche, wenn sie es so aussehen lassen ‚als ob‘. Im Zuge ihrer Recherchen fand sie in einer Studie folgende Eigenschaften von Charismatikern:

  • Sie handeln außergewöhnlich,
  • denken regelfremd,
  • sind von der Meinung anderer unabhängig und
  • verkünden neue Gebote.
  • Laut Beck findet man einen Menschen charismatisch, der „anders ist als man selbst – nämlich einen, der genau so ist, wie man selbst es gern wäre“.

    Quelle: