Hermine Mandl Weblog


Familiendynamik: Kinder fordern, aber nicht überfordern!
Oktober 15, 2007, 3:12 pm
Filed under: Beziehung, Kindheit, Psyche, Uncategorized | Schlagwörter: , , , , , , ,

In vielen Familien kann man folgendes Szenario beobachten: Die Eltern wollen, dass ihr Kind einmal gut im Leben vorankommen und fördern genau aus diesem Grund seine Leistungsmotivation. Letztere bewirkt allerdings nicht immer nur Positives, denn sie wird mitunter von einer großen Angst des Kindes vor Misserfolg begleitet. Im Kind entsteht folgendes Gefühl: „Alle meine positiven Beziehungen zu meinen Eltern laufen über die Leistung. Akzeptiert werde ich nur, wenn ich etwas geleistet habe.“

Der Leistungsgedanke muss in einer Familie nicht einmal offen formuliert worden sein, sondern wird von den Eltern vorgelebt, die selbst den entsprechenden Bedingungen dieser Wertvorstellung unterworfen sind. Was in der Folge entsteht, ist eineVerknüpfung von Leistung, Selbstwertgefühl, familiärer Achtung und familiären Rollenaufgaben.

Das Paradoxe: In dem Wunsch, ihre Erziehungsaufgabe besonders gut zu machen und dem Generationsauftrag zu folgen – die besten Kinder zu haben – versäumen es Eltern häufig, zusätzlich zu der Leistungsfähigkeit die anderen Fähigkeiten des Kindes zu fördern: seinen Kontakt, sein Vertrauen, seine Fantasie usw. (36)

Literatur:

Pesseschkian, N., Himmel und Hölle als Ausdruck der Salutogenese und Pathogenese – Familie und Gemeinschaft, in: Jork, Klaus, Peseschkian, Nossrat (Hg.), Salutogenese und Positive Psychotherapie. Gesund werden – gesund bleiben, Bern 2003: Verlag Hans Huber, S. 33 – 41.

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