Hermine Mandl Weblog


Emotionales Verstehen: Wenn Herz und Hirn miteinander tanzen.

„Wozu in der Kindheit wühlen?! Die kann man doch nicht ändern!“ reklamieren GegnerInnen von Langzeittherapien. Natürlich können wir die Kindheit nicht verändern, aber wir können sie „emotional verstehen“. Dadurch verlieren die Dämonen der Kindheit zumindest im Erwachsenenalter ihre Macht.

Aber was bedeutet“emotional verstehen“? Es ist mehr als reines kognitives Verstehen, welches sich m.E. dadurch auszeichnet, dass man eine Situation zwar mit dem Kopf erfassen kann, aber mit dem Herzen nicht versteht. Wenn wir eine Sitauation „emotional verstehen“, dann sind Herz und Hirn verbunden: Wer stark mit den schmerzenden Erfahrungen seiner Kindheit verwickelt ist, erlebt eine Situation immer wieder, als wäre er noch das Kind von damals – und spürt jedes Mal den gleichen Schmerz wie damals als Kind.

Wer die Verwicklung in eine Entwicklung umwandeln kann, verharrt nicht im Schmerz, sondern geht weiter und wechselt auf die Erwachsenenebene: Er erkennt – d.h.weiß UND fühlt -, dass diese Situation ein Teil seiner Vergangenheit ist, der jedoch jetzt keine Gültigkeit mehr hat. Er hat Mitgefühl für das Kind von damals, aber er ist es nicht.

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2 Kommentare so far
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Für meinen Geschmack zwar richtig, aber nicht tiefgehend genug. Wär schön, wenns so einfach wäre..

Kommentar von 1leben

Hey, super Artikel!

Kommentar von Emil




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