Hermine Mandl Weblog


Mary Schmich (Text)/Baz Luhrmann (Musik): Everybody’s free (to wear sunscreen)
Dezember 3, 2010, 3:15 nachmittags
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Ladies and gentlemen of the class of ’97:

Wear sunscreen.

If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it. The long-term benefits of sunscreen have been proved by scientists, whereas the rest of my advice has no basis more reliable than my own meandering experience. I will dispense this advice now.

Enjoy the power and beauty of your youth. Oh, never mind. You will not understand the power and beauty of your youth until they’ve faded. But trust me, in 20 years, you’ll look back at photos of yourself and recall in a way you can’t grasp now how much possibility lay before you and how fabulous you really looked. You are not as fat as you imagine.

Don’t worry about the future. Or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum. The real troubles in your life are apt to be things that never crossed your worried mind, the kind that blindside you at 4 p.m. on some idle Tuesday.

Do one thing every day that scares you.

Sing.

Don’t be reckless with other people’s hearts. Don’t put up with people who are reckless with yours.

Floss.

Don’t waste your time on jealousy. Sometimes you’re ahead, sometimes you’re behind. The race is long and, in the end, it’s only with yourself.

Remember compliments you receive. Forget the insults. If you succeed in doing this, tell me how.

Keep your old love letters. Throw away your old bank statements.

Stretch.

Don’t feel guilty if you don’t know what you want to do with your life. The most interesting people I know didn’t know at 22 what they wanted to do with their lives. Some of the most interesting 40-year-olds I know still don’t.

Get plenty of calcium. Be kind to your knees. You’ll miss them when they’re gone.

Maybe you’ll marry, maybe you won’t. Maybe you’ll have children, maybe you won’t. Maybe you’ll divorce at 40, maybe you’ll dance the funky chicken on your 75th wedding anniversary. Whatever you do, don’t congratulate yourself too much, or berate yourself either. Your choices are half chance. So are everybody else’s.

Enjoy your body. Use it every way you can. Don’t be afraid of it or of what other people think of it. It’s the greatest instrument you’ll ever own.

Dance, even if you have nowhere to do it but your living room.

Read the directions, even if you don’t follow them.

Do not read beauty magazines. They will only make you feel ugly.

Get to know your parents. You never know when they’ll be gone for good. Be nice to your siblings. They’re your best link to your past and the people most likely to stick with you in the future.

Understand that friends come and go, but with a precious few you should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography and lifestyle, because the older you get, the more you need the people who knew you when you were young.

Live in New York City once, but leave before it makes you hard. Live in Northern California once, but leave before it makes you soft. Travel.

Accept certain inalienable truths: Prices will rise. Politicians will philander. You, too, will get old. And when you do, you’ll fantasize that when you were young, prices were reasonable, politicians were noble and children respected their elders.

Respect your elders.

Don’t expect anyone else to support you. Maybe you have a trust fund. Maybe you’ll have a wealthy spouse. But you never know when either one might run out.

Don’t mess too much with your hair or by the time you’re 40 it will look 85.

Be careful whose advice you buy, but be patient with those who supply it. Advice is a form of nostalgia. Dispensing it is a way of fishing the past from the disposal, wiping it off, painting over the ugly parts and recycling it for more than it’s worth.

But trust me on the sunscreen.

Ursprünglich waren die Worte nicht dazu gedacht, vertont zu werden, denn Mary Schmich verfasste den Text für ihre Kolumne in der Chichago Tribune, welche am 1. Juni 1997 erschien. Als Titel wählte sie ‘Advice, like youth, probably just wasted on the young’. Der Text stieß weltweit auf große Begeisterung. Baz Luhrmann machte daraus das Lied ‘Everbody is free (to wear sunscreen)‘.



Anekdote über Sokrates und einen Soldaten
November 28, 2010, 11:33 nachmittags
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Sokrates (469-399 v. Chr.) stand gerade unter seiner Haustür, als ein Mann auf ihn zugerannt kam, der von einem Soldaten gejagt wurde. Obwohl der Verfolger mehrmals “Halte ihn auf!” rief, rührte sich der griechische Philosoph, der später wegen angeblicher Gottlosigkeit und Verführung der Jugend zum Tode verurteilt wurde und den Giftbecher trinken musste, nicht von der Stelle. Der Flüchtling entkam. Der Soldat kehrte zu Sokrates zurück und machte ihm heftige Vorwürfe: “Warum hast du den Mörder nicht aufgehalten?”
“Ein Mörder? Was verstehst du darunter?”
“So eine Frage! Ein Mörder ist ein Mann, der tötet.”
“Also ein Metzger?”
“Unsinn! Ich meine einen Menschen, der einen anderen Menschen im tiefsten Frieden umbringt.”
“Ich verstehe … du meinst einen Henker.”
“Donnerwetter noch einmal, versteh mich doch recht! Der einen anderen in seinem Haus tötet.”
“Warum hast du das nicht gleich gesagt! Jetzt merke ich endlich, dass du von einem Arzt sprichst!”

Quelle:
Georg von Turnitz (Hg.): Die Welt der Andekdote. Neuer Kaiser Verlag GmbH, Klagenfurt, S. 11.



Gedicht: Ich Bin Nicht Ich
September 21, 2010, 11:17 vormittags
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Ich bin der,
der mich unsichtbar begleitet,
den ich manchmal aufsuche
und manchmal vergesse.
Der gelassen schweigt, wenn ich rede,
der milde verzeiht, wenn ich hasse,
der hingeht, wo ich nicht bin,
der stehen bleiben wird, wenn ich sterbe.

Juan Ramón Jiménez

(Danke, Günther!)



Das Leben (von Mutter Theresa)
September 2, 2010, 3:56 nachmittags
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Das Leben ist eine Chance, nutze sie.
Das Leben ist schön, bewundere es.
Das Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.
Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.
Das Leben ist kostbar, geh sorgsam damit um.
Das Leben ist ein Reichtum, bewahre ihn.
Das Leben ist ein Rätsel, löse es.
Das Leben ist ein Lied, singe es.
Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.
Das Leben ist Liebe, genieße sie.

(Mutter Theresa)



Gelesen: ‘Brida’ von Paulo Coehlo.
August 31, 2010, 11:59 vormittags
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Inhaltlich erzählt die Geschichte von einer jungen Irin – Brida – die sich dazu entschließt, Magie zu lernen. Sie sucht einen Magier auf und bittet diesen, sie als Schülerin anzunehmen… Die Geschichte erzählt davon, dass auch der Weiseste ein Mensch ist und bleibt. Es bleiben muss. Dass alle gleich sind. Dass Erkenntnis einen Preis hat. Und dass der Weg dorthin über ein Leben mit allen Sinnen führt – jedoch erst das Verlieren der Sinne zum Ziel führt.

Hier einige Zitate daraus:

“… ‘Es gibt auch in der Liebe kein Risiko, und du wirst das selber herausfinden. Seit Tausenden von Jahren suchen und finden die Menschen einander.'” (109)

“… ‘Ich begreife die einfachen Dinge erst, wenn ich mich mit den komplizierten beschäftige’, dachte sie.” (118)

“… Erst jetzt, indem sie sich äußerlich änderte, konnte sie erkennen, wie sehr sie sich innerlich verändert hatte.” (129)

“… Wozu sind wir hier? … die einzige mögliche Antwort auf diese Frage: Ich weiß es nicht. … Das mag uns im ersten Moment schrecklich vorkommen und uns das Gefühl geben, was die Welt, die Dinge der Welt, unseren Lebenssinn betrifft, ohnmächtig zu sein. Doch wenn der erste Schreck erst einmal vorbei ist, gewöhnen wir uns an die einzig mögliche Lösung, nämlich die, unseren Träumen zu folgen. Den Mut aufzubringen, die Schritte zu tun, die wir schon immer tun wollten, ist die einzige Möglichkeit zu zeigen, dass wir Gott vertrauen. In dem Augenblick, in dem wir das akzeptieren, erhält das Leben für uns einen heiligen Sinn … das Größte , was ein Mensch erleben kann, (ist) das Hinnehmen des Geheimnisses” (162f)

“… Die Möwen waren so hoch wie die Wolken und auch dicht über den Wellen geflogen. Die Fische mussten sich fragen, wie es möglich war zu fliegen, denn hin und wieder tauchten geheimnisvolle Kreaturen in ihre Welt ein und verschwanden wieder so schnell, wie sie gekommen waren. Die Vögel mussten sich beim Anblick der Fische bestimmt fragen, wie es möglich war, unter Wasser zu atmen, denn sie ernährten sich von Tieren, die unter den Wellen lebten. Es gab Vögel, und es gab Fische. Sie lebten in verschiedenen Universen, die hin und wieder miteinander in Berührung kamen, ohne dass eines die Fragen des anderen beantworten konnte. Dennoch hatten beide Fragen. Und es gab Antworten auf diese Fragen.” (166)

Da gäbe es noch einige Passagen aus dem Buch, die es wert wären, sie hier aufzuschreiben, aber lest lieber selbst: Paulo Coelho, Brida, Diogenes-Verlag, 2008.



Tun oder nicht tun. Das ist hier die Frage.
August 24, 2010, 9:34 vormittags
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„When people feel pressure, the urge to take action is powerful. But in many instances, the best way to respond is to do nothing.“ – Vor Jahren fiel mir dieser Spruch in die Hände und er fasziniert mich noch immer. Mehr denn je sogar. Denn: Manches Mal ist es gut, innezuhalten und bewusst keinen Schritt zu setzen. Stimmt. Aber dann gibt es auch jene Momente, wo die Tat eben genau darin besteht, nichts zu tun. – In diesen Situationen wäre nichts zu tun eigentlich, weiterzumachen wie bisher und nicht nichts zu tun. Very tricky, indeed.



Märchen: Die goldenen Fäden der Schicksalsfrau
November 15, 2009, 1:11 nachmittags
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erzählt von Helmut Wittmann

Vor langer, langer Zeit, war’s gestern oder war’s heut, lebte einmal ein armer Bauer. Dieser brachte seine Frau und sich recht kümmerlich durchs Leben. Im Sommer rackerten sich er und seine Frau draußen auf dem Feld ab. Im Winter fällte er im Wald Bäume, entästete und entrindete sie und verarbeitete sie zu Scheitern. Mit seinem Esel transportierte er das Holz in die Stadt und verkaufte es dort.

Eines Tages war der Bauer wieder in der Stadt. In einer stattlichen Villa hatte er Holz abzuliefern. Als er in der Halle auf seinen Lohn wartete, hatte er genügend Zeit, sich dort in aller Ruhe umzuschauen. “Was ist das nur für ein Luxus”, sagte er zu sich selber, “überall liegen kostbare Teppiche herum. Ein Möbelstück ist schöner und prächtiger als das andere. Von der Decke hängt ein Luster, der vor Edelsteinen nur so glitzert und funkelt. Ich könnte mein Lebtag arbeiten, und doch würde ich es nie zu solchem Reichtum bringen. Wie kommt man nur zu solchem Wohlstand?”

Bald darauf holte ihn ein Diener ab und geleitete ihn über eine Marmortreppe hinauf. Droben saß in einer herrlich eingerichteten Kammer auf einem Sofa der Hausherr. In aller Ruhe rauchte er seine Pfeife und nippte hin und wieder an einer Tasse Tee. “Was bekommst du für das Holz?”, fragte der Hausherr. “Das und das”, antwortet ihm der Bauer. Da griff jener in einen Sack mit Dukaten, warf ihm ein paar Münzen hin und meinte: “Reicht das!?” “Ja”, gab der Bauer zurück, “das reicht!”

Daraufhin zog der Bauer mit dem Diener ab. All die Pracht hatte den Bauern derart verzaubert, daß er schließlich den Diener fragte: “Jetzt sag’ einmal. Was macht dein Herr, daß er zu einem solchen Vermögen kommt?” – “Mein Herr”, sagte der Diener, “der macht das ganz einfach. Er sitzt auf seinem Sofa, raucht seine Pfeife, trinkt seinen Tee und wartet darauf, daß ihm seine Schicksalsfrau den goldenen Glücksfaden zuspinnt.” “Das gefällt mir!”, äußerte der Bauer, “Ja, so will ich es auch machen!”

Und tatsächlich kaufte sich der Bauer für das bißchen Geld, das er von seinem Auftraggeber bekommen hatte, eine Pfeife, etwas Tabak, einen Samowar und ein bißchen guten Tee. Versorgt mit all dem, machte er sich wieder auf den Heimweg.

Zu Hause war seine Frau natürlich schon recht neugierig. “Wie ist es dir gegangen, Mann?” begrüßte sie ihn, “hast Du das Holz gut verkaufen können?” “Ja”, hat der Bauer gesagt. “Und?”, hat ihn die Bäurin gefragt, “hast Du für uns etwas zu essen gekauft?” – “Nein”, hat der Bauer gesagt, “etwas viel besseres! Eine Pfeife, Tabak, einen Samowar und dazu noch Tee!” “Ja, bist du denn verrückt geworden, Mann!?”, schrie die Frau, “wir haben nichts zu essen. Und du!? Du kaufst eine Pfeife, Tabak, einen Samowar und auch noch Tee dazu! Was ist dir denn da eingefallen?” “Das verstehst du nicht, Frau” hat da der Bauer gesagt, “aber ich will es dir erklären: Ich werd’ mich jetzt in der Stube auf den Otoman setzen, den Samowar einheizen, ein Schlückchen Tee trinken, ein Pfeifchen schmauchen – und dann warte ich darauf, daß mir meine Schicksalsfrau den goldenen Glücksfaden zuspinnt.” “Du spinnst, mein lieber Mann!”, fuhr ihn da seine Frau an, “mir scheint, die viele Arbeit hat dich um den Verstand gebracht!?”

Der Bauer ließ sich aber von seiner Frau nicht beirren. In aller Ruhe setzte er sich in der Stube auf den Otoman, kochte Tee im Samowar und zündete sich zu guter Letzt das Pfeifchen an. Bald darauf trank er genußvoll seinen Tee und zog, daß es eine Freude war. Die Bäuerin schüttelte nur verächtlich den Kopf . “Der arme Mann”, sagte sie zu sich selber, “die viele Arbeit muß ihn ganz und gar um den Verstand gebracht haben.”

Vor dem Haus graste derweil unbeeindruckt von alldem der Esel. Als der Nachbar, ein richtiger Geizhals, des Weges kam und das herrenlose Tier erblickte, raunzte er in seinen Bart hinein: “Den Esel braucht gerade sowieso niemand. Den leihe ich mir aus. Denn, ob er da herumsteht oder für mich die schweren Säcke mit den Torfziegeln schleppt, ist eines.” So nahm er den Esel mit zu der Torfgrube. Er füllte einen Sack nach dem anderen mit Torf an und packte diese dem Esel auf den Rücken.

Als er mit der Arbeit fast fertig war, stieß er mit dem Spaten plötzlich auf etwas Hartes. Neugierig grub der Mann weiter, bis eine Kiste zum Vorschein kam! Was da wohl drinnen ist? Als er den schweren Eisendeckel öffnete, kam ein prächtiger Goldschatz zum Vorschein. Dem Geizkragen bleib vor lauter Freude – und Habgier – schier das Herz stehen. Geschwind leerte er die Torfsäcke wieder aus und befüllte sie mit dem kostbaren Gut. Obenauf legte er ein wenig Torf, um den Schatz vor den Blicken der Anderen zu verstecken. In der Kiste war aber so viel Gold, daß die mitgebrachten Säcke dafür gar nicht ausreichten. “Was soll ich nur machen? Wenn ich jetzt mit den vollen Säcken nach Hause gehe und sie dort ausleere, könnte inzwischen ein Anderer hierher kommen und den Rest des Schatzes mitnehmen.” Schließlich hat er vor lauter Habsucht beschlossen, davon so viel wie möglich in seine Taschen zu stopfen. Als er jedoch noch einmal in die Torfgrube kletterte und die Edelsteine sogar noch beim Hemdkragen hineinstopfte, brach plötzlich das Loch in sich zusammen, und die herabstürzende Erde begrub den Mann unter sich.

Oben stand der mit den Säcken schwer beladene Esel. Nach einer Weile machte sich dieser auf den Heimweg. Mit einem dreifachen “Iaahh! Iaahh! Iaahh!” machte er sich beim Bauern und seiner Frau bemerkbar. “Was ist denn mit dem Esel, Mann?”, hat die Frau gesagt, “Der ist ja noch nicht einmal abgeladen! Geh hinaus und nimm ihm wenigstens die schweren Säcke ab.” “Nein, nein”, erwiderte der Bauer, “ich bleib da sitzen, trink’ meinen Tee, rauch’ meine Pfeife und warte darauf, daß mir meine Schicksalsfrau den goldenen Glücksfaden zuspinnt.” “Der arme Mann”, sagte die Frau zu sich selber, “Wer weiß, ob er jemals wieder der Alte sein wird. Der ist wohl viel schlimmer dran, als ich gedacht habe.” So ging sie schließlich selber hinaus und wunderte sich nicht schlecht, was ihr Mann mit den Torfziegeln vor hatte. “Ach,” hat sie geseufzt, “wer weiß, warum sich mein Mann in seinem Unverstand diese Ziegel hat andrehen lassen?” Gedankenverloren wollte sie die Säcke ausleeren, als ihr eine Goldmünze entgegenklimperte. Und auf einmal lag der ganze Schatz vor ihr. Die Bäuerin traute ihren Augen nicht. “Geschwind, Mann! Komm heraus, und schau dir an, was wir da haben!” “Nein, nein”, entgegnete dieser, “ich bleib da sitzen, rauch’ meine Pfeife, trink’ meinen Tee und warte darauf, daß mir meine Schicksalsfrau den goldenen Glücksfaden zuspinnt.” Lange mußte die Bäuerin den Bauern bitten. Schließlich bequemte er sich doch und kam in aller Ruhe heraus. “Jetzt schau dir das an!”, sagte seine Frau zu ihm ganz aufgelöst, “weißt du, woher das kommt? Oder weißt Du, was das ist!?” “Woher das kommt? Das weiß ich nicht”, hat der Bauer gesagt, “Was das ist, das weiß ich schon: So ist es halt, wenn einem seine Schicksalsfrau den goldenen Glücksfaden zuspinnt.”

Angeregt wurde diese Erzählung durch die Märchen des Bandes “Vom Schicksal, das sich wendet – Märchen von Freiheit und Glück”, München 1987.

Quelle: Demmer’s Teehaus, 15.11.2009




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